Nachtspeicheröfen Funktion

Bei Nachtspeicheröfen wandeln Heizelemente Strom in Wärme um. Diese wird in Steinen gespeichert, welche nach außen isoliert sind. Die Temperatur der Wärmespeicher erreicht dabei bis zu mehrere hundert Grad. Die Wärme kann über Stunden gespeichert und nach Bedarf abgegeben werden.

Die Abgabe erfolgt über ein Lüftungssystem - bei sehr alten Nachtspeicheröfen über einfache, einstellbare Lüftungsschlitze, bei modernen Nachtspeicherheizungen über Lüfter, welche die Raumluft über die verdeckten, aufgeheizten Elemente des Nachtspeicherofens umwälzen. Hierdurch entsteht ein leichter Zug im Raum, wodurch ständig Staub aufgewirbelt wird. Die Wärmeverteilung / -schichtung im Raum ist zudem ungünstiger als bei strahlungsbeheizten Räumen (z.B. mittels herkömmlichen Heizkörpern oder auch Elektro- Direktheizungen).

Bis 1976 wurden von vielen Herstellern Nachtspeicheröfen mit asbesthaltigen Materialien (zumeist in der Isolation) angeboten. Bei diesen Wärmespeichern kann es bei Defekten zu Gesundheitsgefährdungen kommen. Seit 1977 sind nach Angaben aller Hersteller alle Serien- Nachtspeicheröfen asbestfrei.

Die Aufheizung erfolgt in Schwachlastzeiten, i.d.R. Nachts, mit günstigem Strom. Entsprechende Tarife sind jedoch selten geworden. Die erwartete Heizleistung muss vorab geplant werden. Dies kann manuell geschehen oder über eine zumeist außentemperaturgesteuerte Ladezeitregelung.

Sie sind hier: Nachtspeicheröfen  »  Nachtspeicheröfen Funktion